31. DSenMMdLV 2023: Baden 1 gewinnt in Kategorie 65+, Niedersachsen’s Senioren auf Platz 12

Die 31. Deutsche Seniorenmannschaftsmeisterschaft der Landesverbände 2023 in Böblingen ist am Samstag 19. August 2023 zu Ende gegangen. In der Kategorie 65+ siegte Baden 1 vor Titelverteidiger Württemberg 1 und Nordrhein-Westfalen 2. Gegen Württemberg 1 hatten Niedersachsen’s Senioren zu Turnierbeginn immerhin ein beachtenswertes 2 – 2 erreicht.

In der Kategorie 50+ siegte Württemberg 1 vor Rheinland-Pfalz und Baden. Auch gab es erstmalig den inoffiziellen Titel des Seniorenmannschaftsfrauenmeisters, der von den Frauen von Sachsen gewonnen wurde. Alle Ergebnisse sowie weitere Bilder von den Runden und der Siegerehrung sind auf der Turnierseite der 31. DSenMMdLV 2023 zu finden.

Für die niedersächsischen Senioren verliefen die letzten 3 Runden nicht mehr ganz so erfolgreich (nur ein Unentschieden bei zwei Niederlagen), so dass man letztendlich auf den 12. Platz zurückfiel. Auch durch den Einsatz frischer Kräfte, der verspätet angereisten FM Ralf-Axel Simon (Deutscher Seniorenmeister 2021 in der Kategorie 65+) und Dr. Werner Zoch, in den letzten beiden Runden konnte kein neuer positiver Impuls gesetzt werden.

In Runde 5 traten Niedersachsen’s Senioren gegen Sachsen-Anhalt 1 an. Nach dem Verlauf der Partien zu urteilen wurde leider eine berechtigte Niederlage kassiert:


An den Brettern gegen Sachsen-Anhalt 1 (v.l.): J. Waldschläger, Dr. Cichy, W. Klettke, Dr. Nimtz (Foto: Klettke)

Anders war es aber in der 6. Runde gegen Nordrhein-Westfalen 1. Wolfgang Klettke, dieses Mal an Brett 3 spielend, hatte mit Schwarz eine leicht bessere Stellung erreicht, die dann leider mit einem völlig unnötigen Qualitätseinsteller verdorben wurde und letztendlich zum Partieverlust führte. Dr. Zoch hatte an Brett 4 gegen seinen Gegner ein Endspiel mit Läufer und Springer gegen den blanken König erreicht, das leider nicht siegreich beendet werden konnte: er setzte den Gegner patt. So wurde aus einem eigentlich verdienten knappen Sieg eine ebenso knappe und damit sehr bittere 1,5 – 2,5 Niederlage:


An den Brettern gegen Nordrhein-Westfalen 1 (v.l.): Dr. Nimtz, FM R-A. Simon, W. Klettke, Dr. Zoch (Foto: Klettke)

In der letzten Runde ging es gegen Sachsen-Anhalt 2. Mit einem Sieg hätte noch ein ausgeglichenes Punktekonto erreicht werden können. Wolfgang Klettke hatte von seinem Gegner schon vor der Partie, im 11. Zug und dann im 21. Zug ein Remis angeboten bekommen, das letztendlich wegen der wieder tropischen Temperaturen im Spielsaal angenommen wurde. Zu diesem Zeitpunkt sah es an den übrigen 3 Brettern recht gut aus für Niedersachsen’s Senioren. FM Ralf-Axel Simon an Brett 2 konnte seine Partie auch gewinnen, leider verlor aber noch Dr. Zoch. So gab es bei einem weiteren Remis durch Dr. Nimtz an Brett 1 nur ein Unentschieden:


Für Niedersachsen am Brett gegen Sachsen-Anhalt 2 (v.l.):
Dr. Nimtz, FM R-A. Simon, W. Klettke, Dr. Zoch (Foto: Klettke)

Somit ergab sich in der Kategorie 65+ die folgende Endrangliste:

Von Seiten der Niedersachsen-Senioren gab es auch harsche Kritik an den Spielbedingungen im Rilano-Hotel. So gab es im Turniersaal keine Klimaanlage, sondern nur eine Lüftung, die aber absolut wirkungslos blieb. So herrschten während der Runden nach etwa 2 Stunden tropische Temperaturen. Auch der Sauerstoffgehalt wurde als höchst ungesund betrachtet und Lüften war wegen der hohen Außentemperaturen praktisch nicht möglich.

Abschliessend noch einige Anmerkungen von NSV-Seniorenschachreferent und Mannschaftsführer Hartmut Weist zur 31. DSenMM-LV 2023 in Böblingen:

Im Vorfeld musste aufgrund einiger (auch kurzfristiger) Absagen improvisiert werden, zudem konnten nicht alle niedersächsischen Spieler die vollen sieben Runden durchspielen. Mit einem Elo-Schnitt der ersten vier Bretter von 2071 wurde Niedersachsen in der Kategorie 65+ auf Platz 12 von 18 gemeldeten Mannschaften eingestuft. Nach einem vielversprechenden Start riss der Erfolgsfaden aber leider, so dass am Ende mit 6 Mannschaftspunkten nur der 12. Platz belegt wurde, der aber auch der Elo-Spielstärke entsprach.

Von 28 Partien wurden zwar nur 5 verloren, aber mit lediglich 4 Siegen war die Remisquote für eine bessere Platzierung doch zu hoch. Die Spielbedingungen waren wegen der im Spielsaal herrschenden Temperaturen auch alles andere als optimal.